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Ein einziger Alptraum
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19 Okt
SG Kaufbeuren/Neugablonz - TSV Partenkirchen 26:21
Vierte Niederlage in Folge - auch in Kaufbeuren können Partenkirchens Männer in der Bezirksoberliga keine Punkte holen - Widenmayer: "Sind in der richtigen Liga."
Frust breitet sich aus im Land der Roten Rebellen. Neuerlich endete eine Fahrt ins Allgäu mit einer Enttäuschung. Nicht über die eigene Leistung, aber über das Ergebnis. 21:26 verloren die Handballer des TSV Partenkirchen auch Spiel vier in der Bezirksoberliga. „Man hat das Gefühl, wir sind richtig in der Liga. Aber irgendwie kriegen wir es nicht auf die Platte“, klagt Trainer Christoph Widenmayer.
Woche für Woche derselbe Song: Die Partenkirchner halten mit, die Abwehr steht, nur vorne will einfach zu wenig gelingen. Die Wurf-Effektivität – gerade aus dem Rückraum – schätzt der Coach auf 20 bis 30 Prozent, und das ist natürlich viel zu wenig, um ein Spiel in einer ordentlichen Handball-Liga zu gewinnen. Das Doppelte bräuchte es von den Rückraumschützen um Valentin Müller und Max Wasielewski, den Anführern der Mannschaft. Wobei es Christoph Widenmayer nicht um Einzelpersonen geht. Mit „hinten engagiert, im Abschluss einfach zu wenig“ bewertet er jeden Spieler.
Klar beeinflussten noch ein paar äußere Faktoren die Quote. Die Kaufbeurer hatten die Halle wunderbar voll gemacht und sich damit jede Menge Motivation injiziert. Ihr Torhüter erwischte einen glänzenden Abend, fischte die Bälle links und rechts heraus. Die Anfangsphase ging aus Gästesicht komplett in die Hose. Bereits nach einer Viertelstunde hieß es 3:8. Die Verteidigung stand nach der Auszeit sattelfest, kassierte in den folgenden 37 Minuten nur noch 14 Tore – ehe der TSVP in der Schlussphase offen verteidigte und einige Treffer hinnahm. „Das musst du probieren, aber so fällt das Ergebnis viel zu hoch aus“, sagt Widenmayer. Sein Team glich zwischenzeitlich aus, kurz nach der Pause hieß es 14:14.
Nicht nur deshalb notierte der Coach ein Duell auf Augenhöhe. „Wir waren gefühlt an vielen Stellen besser oder ebenbürtig“, sagt er. Nur fehlen seinen Mannen entscheidende Eigenschaften: Routine und Cleverness auf BOL-Niveau. „Insgesamt zu fehleranfällig“, hält Widenmayer nach der nächsten Niederlage fest. Bis zur Pause steht noch ein Spiel an, zu Hause gegen Würm-Mitte. Längst hat sich der TSV Partenkirchen in eine schwierige Situation manövriert, in der nicht alleine die Handballkünste über das Ergebnis entscheiden – sondern jetzt auch noch der Kopf.
TSV Partenkirchen: Scheffler, Pasurka - Neuhaus 7, Wasielewski 5, Guggenmos 3, Bräu 2, Sauter, Simon, Gröbl, Hofmann je 1, F. Rieger, T. Rieger, Malik, Bouhamidi.
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