23 Mär
Mit einem Lächeln abgereist
Partenkirchens Handballmänner können die Meisterfeier Kempten/Kotterns nicht stören, schlagen sich aber wacker

17 Okt
Männer
Männer 1 müssen am Samstag bei der SG Kaufbeuren/Neugablonz ran und sind nach drei Niederlagen in Folge in der Bezirksoberliga schon ein wenig unter Zugzwang
Hannes Bräu ist beim TSV Partenkirchen als Polterer bekannt. Das ist auch seine Aufgabe. „Er ist die Abteilung Attacke“, sagt Christoph Widenmayer, der Trainer der Handballer. Nach der jüngsten Niederlage in Sonthofen nahm Bräu den Aufsteiger in die Pflicht, forderte mehr Einsatz, mehr Ernsthaftigkeit, mehr von allem bei allen. „Hat ein bisschen für Unruhe gesorgt, aber hoffentlich alle wachgerüttelt“, sagt der Coach. Widenmayer selbst probiert es selten mit Draufhauen. Sein Weg ist der Optimismus und das Starkreden. Vor dem wichtigen Spiel am Samstagabend (18 Uhr) in Kaufbeuren setzt er auf Überzeugung: „Wir werden an diesem Wochenende zeigen, dass wir in der Liga richtig sind.“
Die Schwierigkeit der Bezirksoberliga ist folgende: Leistungsmäßig schwimmen beinahe alle Teams in einem Pool und versuchen, nicht unterzugehen. Gilching, das man beim TSVP nicht so stark eingeschätzt hatte, überraschte vorige Woche mit einem Sieg in Weilheim, das man wiederum für einen Favoriten hält. „Die Liga ist sehr, sehr offen, was sehr schön für uns ist. Nur: Wir müssen dringend punkten“, weiß Widenmayer. Neben Herrsching II und Fürstenfeldbruck II ist Partenkirchen eines von drei Teams, das noch nicht gewonnen hat.
Die Zuversicht dieser Woche speist sich aus den Eindrücken im Training („zweimal gut trainiert“) sowie der traumhaften Personallage. „So gut wie die ganze Saison nicht“, sagt der Coach und kommt tatsächlich auf keinen einzigen Ausfall. Das eröffnet ihm ungeahnte Möglichkeiten. Plötzlich kann er sogar wichtige Leute in der Abwehr schonen. Sebastian Malik nennt er in diesem Zusammenhang. Der Defensiv-Spezialist kehrte aus dem Urlaub zurück, könnte im Mittelblock wertvolle Schwerstarbeit verrichten – und dafür manch Offensivkönner entlasten. Genauso ist die abermals unbeliebte Fahrt ins Allgäu ein Härtetest für die mentale Beschaffenheit der Mannschaft. Eine Niederlage beim direkten Konkurrenten wirft den TSVP bei seiner Mission zurück. „Man wird richtig viele Punkte brauchen für den Klassenerhalt.“
(Andreas Mayr/GAP-Tagblatt)
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