03 Nov
Hinten raus fehlt einfach die Kraft
Beim 20:24 kassieren Partenkirchens Frauen die dritte Niederlage in Folge - Offensive als Problem

12 Mär
Damen
Frauenteam kann mit einem Sieg über Herrsching III am Samstag (18 Uhr) in der Werdenfels-Arena den Meistertitel in der Bezirksliga Ost fix machen
Wer vor drei Jahren gesagt hätte, dass Partenkirchens Handballfrauen wieder mal um den Aufstieg in die Bezirksoberliga mitspielen, den hätte man wohl für verrückt gehalten. Vor genau drei Jahren begann der Wiederaufbau des Partenkirchner Frauenhandballs mit einer Sitzung in den Sommermonaten, bei der viele interessierte Frauen zusammenkamen, aber so richtig zusagen und loslegen wollten nur ganz wenige. Unter ihnen: Katrin Friedrich. Partenkirchens einzige Spielerin, die jemals Bundesligaluft schnuppern durfte, verkündete in dieser Sitzung ihre Rückkehr zum Heimatverein, nachdem sie zuvor viele Jahre Leistungsträgerin beim HCD Gröbenzell in der 3. Liga und zeitweise auch in der 2. Liga bei Herrenberg. Zu damaligen Zeitpunkt eine kleine Sensation, aber eben auch das richtige Zeichen für den Frauenhandball beim TSVP.
In der Saison zuvor musste man das Team in der Schlussphase mangels Spielerinnen vom Spielbetrieb abmelden. Alles stand auf der Kippe. Wer einmal abmeldet, kommt nicht mehr so schnell zurück. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz im Handball, im Teamsport. Georg Friedrich ließ sich davon nicht beeindrucken. "Solange fünf bis sechs Spielerinnen im Training sind, stehe ich in der Halle."
Einmal die Woche trainieren die TSVP-Frauen aktuell mit dem vielleicht fachlich besten Coach der Region. Und was der in diesen zwei Stunden mit den Mädels trainiert, sieht man dieses Jahr an den Ergebnissen. Auch 2025/26 hat man immer wieder Spiele mit sehr dünnem Kader ausgefochten, aber eben auch gewonnen. Nur einmal war man chancenlos: beim TSV Herrsching, der in seiner dritten Garde gleich mal alles aufbot, was in der Regionalliga und Oberliga nicht wirklich zum Einsatz kam.
Genau auf diesen Gegner trifft man am Samstag (18 Uhr) in der Werdenfels-Arena. Die Vorzeichen sind klar: Gewinnt Partenkirchen diese Partie ist in ihnen Platz eins und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksoberliga nicht mehr zu nehmen. Bei einem Unentschieden müsste man das letzte Saisonspiel gegen Gaißach mindestens Unentschieden spielen, bei einer Niederlage hätte man den ersten Platz nicht mehr in der eigenen Hand. Es ist 15 Jahre her, dass der TSVP in der Bezirksoberliga anzutreffen war. Eine Zeit, die nur ganz wenige Spielerinnen aus dem aktuellen Kader erlebt haben. Überhaupt können die Partenkirchnerinnen befreit aufspielen am Samstag, denn ein möglicher Meistertitel wäre trotz aller Vorzeichen irgendwie schon eine Überraschung. So richtig gerechnet hatte am Ende keiner damit.
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