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22 Nov
Männer
Zum Ende der Auswärtswochen müssen Partenkirchens Handballmänner in Sonthofen ran
Garmisch-Partenkirchen - Der TSV Sonthofen schmückt sich gerne mit dem Titel "südlichster Handballverein Deutschlands". Kann man machen. Ob das aber auch so stimmt? Wir wollen den Allgäuern nicht die Show stehlen. Ein Blick auf Google-Maps reicht aber, um zu sehen: Ein klein wenig südlicher liegt der TSV Partenkirchen in Garmisch-Partenkirchen dann vielleicht doch. Und trotzdem darf Sonthofen gerne diesen Titel behalten. "Handball im Zugspitzland" ist dann doch zu einzigartig. Sicher ist nur: Am kommenden Sonntag (24.11.2019) kommt es zum ultimativen Duell der beiden südlichsten Handballvereine Deutschlands in Sonthofen. Für unsere Männer heuer die längste Auswärtsfahrt.
Wer beherrschst den äußersten Alpenrand? In den Jahren zuvor und auch noch in der vergangenen Saison hätten wir gesagt: Sonthofen. Ganz klar. Zu eindeutig sind die seltenen Duelle seit 2004/5 zugunsten der Allgäuer ausgefallen. Noch nie konnten die Partenkirchner in der jüngeren Geschichte gegen Sonthofen gewinnen. Im Vorfeld dieser Saison sah Coach Hannes Bräu den TSV als "Aufstiegsfavorit" und so ganz will er die Kollegen im äußersten Süden nicht abschreiben. "Auch wenn Sonthofen in der Vorbereitung einige wichtige Stützen des Teams verloren hat: Im Tor und Rückraum gibt es genügend Potenzial, um oben mitzuspielen." Hinzu kommt: Ähnlich wie Absteiger Gröbenzell kommt Sonthofen langsam aber sicher wieder in Fahrt. "Wir kommen vielleicht zu keinem guten Zeitpunkt", warnt der TSVP-Coach, der sein Team als Aufsteiger aber ohne großen Respekt antreten lässt. "Zu viel Ehrfurcht ist nicht gut. Wir haben unsere Stärken und die wollen wir ausspielen." Dazu gehört auch, dass die Abwehr, eigentlich das Prunkstück der Partenkirchner, wieder ordentlich stehen muss. Kapitän Franz Rieger ist dafür wieder an Bord. "Auch wenn er zuletzt in der Offensive Schwächen zeigte: Er ist in Sachen Einsatzbereitschaft und Abwehrverhalten unverzichtbar für die Mannschaft." Auch Neuzugang Robin Heizmann aus Baden-Württemberg deutete in Gröbenzell an, welch Potenzial er hat. Bis der aber nach seiner krankheitsbedingten Pause wieder in Höchstform aufläuft, wird wohl noch etwas Zeit vergehen. "Robin passt super in die Mannschaft, ist jung, spielintelligent und mit einem guten Wurf ausgestattet", schwärmt Bräu.
Im Angriff zeigte man zuletzt im Überzahlspiel Schwächen. Im Training wurde daran fleißig gearbeitet. 13 und 16 Spieler konnte Bräu wieder unter der Woche versammeln. Keine Spur von Demotivation nach den zuletzt sehr unglücklichen Auswärtsniederlagen. Am Sonntag reist man trotzdem nicht in Bestformation an. Abwehrchef und Kreisläufer Thomas Bräu fehlt wegen einer schweren Schulterprellung. Die zuerst vermutete Schultergelenkssprengung hat sich zum Glück nicht bestätigt.
Bleibt noch die Frage, ob es freundschaftliche Verbindungen nach Sonthofen gibt? Ja, durchaus. TSVP-Coach Hannes Bräu studierte einige Jahre mit dem Sonthofener Eigengewächs und Kapitän Ralf Günther in Augsburg. Ab und an traf man sich zu Trainingseinheiten beim Augsburger Vorzeigeclub TSV Haunstetten, für den Bräu fünf Jahre auflief. Beide sind Lehrer, beide studierten die gleiche Fächerkombination. Günther hat seine aktive Karriere 2018 in der BOL beendet und hilft doch noch ab und an (wie in Tölz dieses Jahr) aus. "Sonthofen hat erfahrene und gestandene Spieler wie Ralf im Verein, die immer wieder Schwung reinbringen können, wenn es nötig ist", meint Bräu.
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