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04 Feb
Männer
Männer 1 kommen gegen Dietmannsried nicht über ein 28:28 hinaus - Ausgleich zwei Sekunden vor Schluss
Partenkirchens Handballmänner suchen nach wie vor einen Weg aus der Krise. Zwar gab es gegen die HSG Dietmannsried/Altusried II am 16. Spieltag der Bezirksliga Alpenvorland erstmals nach fünf Niederlagen in Folge wieder einen Punktgewinn zu bejubeln (28:28) und dennoch bleibt am Ende die bittere Erkenntnis: „Wir müssen am Ende fast froh sein, dass wir diesen Punkt holen“, gesteht TSVP-Coach Christoph Widenmayer. Im Hinspiel noch hatte man stark dezimiert mit nur einem Auswechselspieler souverän gewonnen und phasenweise mit zehn Toren geführt. Im Heimspiel lieferte man sich mit den Allgäuern einen spannenden Schlagabtausch, der für die Zuschauer bis zur letzten Sekunde unterhaltsam war, für Partenkirchen am Ende eher frustrierend.
Dabei schien es immer wieder in der Partie, dass die Hausherren die Partie im Griff hätten. Erst führte man 3:0, ehe die Gäste plötzlich mit 4:7 das Spiel drehten. Schon hier auffällig: die Abschlussschwäche des TSVP, die sich schon seit Wochen zieht und das Team um die verdiente Belohnung für harte Trainingsarbeit bringt. Immer wieder zog man scheinbar davon (12:9/23. oder 21:18/45.) und scheiterte am gegnerischen Torwart. Die Wahrheit ist aber auch: Nicht immer sind es klar erspielte Situationen. Die Krise in Partenkirchen ist eine Krise der Leistungsträger und vor allem des Rückraumspiels. Egal ob Jonas Ober, Ahmed Bouhamidi oder Franz Rieger – keiner von den drei Leistungsträgern kann gerade sein ganzes Potenzial ausschöpfen. Youngster Lukas Sauter zeigt immer wieder gute Ansätze, Ferdinand Sprenger ist verletzt und ausgerechnet Valentin Müller, der zuletzt im Derby kaum zu stoppen war und seit Wochen formstärkster Spieler ist, fällt den Rest der Saison aus. So war und ist es nur sinnvoll, das Coach Widenmayer selbst wieder für Ordnung im Rückraum sorgen wollte und es ihm phasenweise auch gelang. Sebastian Malik, seines Zeichens Abwehrspezialist und Außenspieler, springt immer wieder im Rückraum ein und zeigt dort durchaus ansehnliche Leistungen.
Trotzdem bleibt unterm Strich, dass man gegen eine abstiegsbedrohte Reserve viel zu viele einfache Fehler macht, die von den Gästen clever genutzt wurden. Immer wieder spielte Dietmannsried seine Angriffe bis zur Anzeige des Zeitspiels aus. Neun Zeitstrafen standen am Ende auf Partenkirchner Seite. Ober musste gar ab der 41. Spielminute wegen seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Parkett. „Dieses Spiel müssen wir eigentlich gewinnen, aber wir machen uns das Leben auch selber schwer“, meint Widenmayer, der am Ende vor allem versucht, den positiven Blick zu wahren und der war in den letzten zwei Sekunden durchaus zu sehen. Youngster Sauter verschuldete mit zwei Ballverlusten zwar, dass der TSVP in den Schlussminuten von 27:26 noch in einen 27:28-Rückstand geriet und dennoch war es ausgerechnet er, der dann zwei Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich erzielte. „Lukas zeigt noch zu wenig konstant, dass er im Rückraum eine absolute Alternative ist, aber er hat sich im Vergleich zur letzten Saison schon einen großen Schritt nach vorne gemacht“, lobt der TSVP-Chefcoach.
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