24 Sep
Entwicklung vor Ergebnis
Beim Heimspielauftakt gegen Gilching am Samstag (20 Uhr) fährt Coach Widenmayer die Erwartungen zurück und hofft auf weitere Fortschritte seines Teams

27 Sep
TSV Partenkirchen - TSV Gilching 28:32
Bezirksoberliga: Männer 1 schlagen sich wacker gegen Gilching, führen zur Halbzeit, scheitern dann aber an schwachen 10 Minuten - Neuhaus mit 11 Toren
Zehn Minuten. Mehr standen nicht zwischen den Partenkirchner Handballern und ihrem ersten Coup der Saison. Zehn Minuten, über die Trainer Christoph Widenmayer später sagt: „Es war schwierig, da wieder raus zu kommen.“ In eben jenen zehn Minuten nach der Pause fing sich der TSVP einen Rückstand ein, der nicht mehr aufzuholen war. Trotzdem ernteten die Handballer einen dicken Applaus nach dem 28:31 gegen Gilching. Und das hatte mit den 50 restlichen Minuten zu tun. Wer Angst hatte, dass sie in der Bezirksoberliga abgeschossen werden würden wie die Figürchen am Wiesn-Schießstand: Diese ersten beiden Spiele wirkten wie Beruhigungspillen. Selbst der Coach merkt an: „Alles in allem sind wir zufrieden – nur mit dem Ergebnis nicht.“
Hälfte eins ließ sich bestens ansehen. „Der Ball lief flüssig“, notiert der Trainer – und das war nach den rudimentären Angriffen von Spieltag eins ja als großes Kompliment gedacht. Sie sind nicht nur eine Woche weiter, sondern hatten mit Jannik Guggenmos und Ferdinand Sprenger zwei Rückkehrer auf dem Platz, überdies kamen sie bestens mit der 5:1-Abwehr der Gilchinger zurecht. Oft schlich sich ein zweiter Mann an den Kreis und vollstreckte. Auch die Einwechsler funktionierten. „War eine runde Sache“, analysiert Widenmayer den ersten Abschnitt, den Partenkirchen 17:16 gewann. Nur zeigte der Start in Hälfte zwei eben auch, wie klein der Spielraum für Fehler, wie zerbrechlich das Konstrukt in dieser Saison ist. In Unterzahl startete der TSVP in Halbzeit zwei, kassierte zwei schnelle Gegentore, verwarf zweimal selbst – und fand sich schon wieder in einer ärgerlichen Abwärtsspirale. „Da war eine Verunsicherung da“, erkennt Christoph Widenmayer. Zehn Minuten später stand’s 19:24, ehe die Gastgeber wieder den Kurs fanden.
Für die große Aufholjagd fehlte am Ende der Treibstoff. „Da zeigt sich, dass wir Ausfälle gar nicht kaschieren können.“ Aber sie haben ja noch ein paar verhinderte Spieler in der Hinterhand. Mit ihnen, das zeigten die ersten beiden Partien, lässt sich gegen Teams aus dem unteren Mittelfeld bestens mithalten. Vor allem mit dem Einsatz vom Samstag, der den Handballern Ovationen einbrachte. „Das war das Ziel: Das Publikum abzuholen. Die Zuschauer haben honoriert, dass wir alles gegeben haben.“ In speziellem Maß lobt Widenmayer Michael Neuhaus, Partenkirchens Torjäger, dem diesmal elf Treffer gelangen. Obwohl der TSVP dieses Jahr ja viel langsamer spielt, viel weniger Gegenstöße läuft. „Er ist voll in der Saison angekommen“, findet der Trainer über den Außen. Und auch seine Mannschaft ist auf dem besten Weg dahin. (Andreas Mayr/GAP-Tagblatt)
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